Konzertbericht Bielefeld 11.10.2006

(Konzertbericht von Caroline - vielen Dank)

Hallo,

seit einigen Wochen ist die Vorfreude auf das Konzert in Bielefeld täglich gestiegen. Gestern war es dann endlich so weit. Gemeinsam mit meinen Eltern habe ich mich auf die Fahrt in den Ringlokschuppen, einer wirklich sehr schönen Veranstaltungshalle, gemacht.
Auf der Hinfahrt haben wir ausschliesslich Musik von STATUS QUO aus den Jahren 2002 bis 2005 gehört. Wer behauptet, dass sich hier nichts zum Anheizen befindet, der irrt sich gewaltig. Nicht umsonst wurden gestern in Bielefeld drei Songs aus dem Album "Heavy Traffic" gespielt.
Im Vorprogramm haben mir Vivian aus der Schweiz sehr gefallen. Mein Vater hat gesagt, dass es klasse ist, wenn Jungs in dem Alter sich für Rockmusik begeistern können und diese auch live hörenswert rüberbringen können. Recht hat er.
Um ca. 21:15 Uhr erklang dann endlich der sogenannte und von allen sehnlichst erwartete Drone aus den Boxen. Vom Keyboard war klar und deutlich "Pictures Of Matchstick Men" zu hören und STATUS QUO betraten die Bühne (leider ohne den mittlerweile obligatorischen Vorhang).
Und endlich . . . DER Riff, mit dem jedes QUO-Konzert beginnen muss schepperte aus dem Verstärker von Richard Parfitt. CAROLINE . . . meine Eltern haben mich nach genau diesem Song benannt. Eigentlich sollte ich ja Paper Plane heissen, aber darüber möchte ich gar nicht weiter nachdenken. Ich bin übrigens sehr froh, dass Francis Rossi diesen Song nicht Margareth genannt hat, wie er es auf der DVD "The One And Only" beschrieben hat.
Als Francis zum ersten Mal den Refrain sang, hat er mich in der ersten Reihe entdeckt und mir ein Auge zugedrückt.
Nach "Caroline" ging es ohne Pause weiter mit "Something 'Bout You Baby I Like" und "Don't Waste My Time".
Nach der anschliessenden Begrüssung durch Francis an das Publikum folgten "Forty Five Hundred Times", "Rain" und das bereits erwähnte "Paper Plane". Der zuletzt genannte Song ist ein echter Knaller und gehört zu meinen absoluten Favoriten.
Nach diesen drei Klassikern, kam das Album "Heavy Traffic" zum Zug. QUO spielten hieraus "All Stand Up (Never Say Never Say Never Say Never . . . )", "The Oriental" und "Creepin' Up On You". Wie ich oben bereits geschrieben habe, ist "Heavy Traffic" ein so starkes Album, dass daraus sicher noch mehr Lieder live gespielt werden könnten.
Jetzt folgte etwas, was mir mein Vater einmal erzählt hat : Francis Rossi forderte das Publikum auf, auf sein Vorsingen mit "Oh-Oh-Oh-Oh-Oh" zu antworten. Das gelang auch. Erst nachdem das Publikum geantwortet hatte und es in der Halle ruhig wurde, sang mein Vater ganz laut "Oh-Oh-Oh-Oh-Oh". Er wurde vom GOMORR belehrt, dass auf sein Vorsingen nur einmal und nicht zweimal geantwortet wird. Also wurde das ganze wiederholt, mit dem Erfolg, dass mein alter Herr zum zweiten Mal seinen Einsatz (extra) verpennte. Daraufhin wurde er von Francis Rossi gebeten die Halle zu verlassen, mit den Worten er könne draussen seine eigene Party feiern. Alles natürlich mit einem Augenzwinkern.
"Dirty Water" habe ich bis dahin nur am Bildschirm live erlebt.
Danach wurde es wieder klassisch. Dem immer besser werdenden Drum-Solo von Matt Letley (sieht mit Bart jetzt fast aus wie Barry Gibb) in "Gerdundula" folgten nahtlos "Roll Over Lay Down", "Down Down", "Whatever You Want" und das unermüdliche "Rockin' All Over The World".
Nach kurzer Pause ertönte ein Hubschrauber aus den Boxen, der "In The Army Now" einleitete.
Dann rockten QUO nochmal so richtig ab. "Junior's Wailing" läutete den Endspurt des Konzertes ein, dass mit "Rock'n'Roll Music" und "Bye Bye Johnny" abgeschlossen wurde.
John Edwards war wieder unermüdlich in Aktion und für Andrew Bown gibt es wohl kein Instrument, dass er nicht beherrscht. Aufgefallen ist mir bei ihm, dass er eine ganz neue schneeweisse Fender Telecaster Thinline spielt.
Nach dem Konzert geht es mir genau wie davor : Ich freue mich schon sehr auf das nächste Mal, wenn mich meine Eltern nach STATUS QUO mitnehmen . . .

. . . liebe Grüsse, Eure Caroline (14 Jahre)